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Hacker mit leichten Ambitionen zum Riggen

Description:

In der „Reale“ Welt ist sein Auftreten eher schüchtern und zurückhaltend. Er ist ca. 1,70 m groß und erinnert an ein abgemagertes Modell. Man kann sich kaum entscheiden, ob er eher unterernährt ist oder an Muskelschwund leidet und es mag wunderlich erscheinen, dass er sich auf den Beinen halten kann. Die fettigen Schwarzen Haare schlicht zur Seite gekämmt und entsprechen keinem wirklichen modischen Schnitt. Sein Blick ist meist auf den Boden gerichtet und es kommt so gut wie nie vor, dass er mit jemandem außerhalb der AR oder VR redet. Gekleidet ist er meist mit abgenutzten Straßenklamotten, die werde gepflegt, modisch oder passen erscheinen.

In der Matrix ist sein Icon eine mit einem Schwert bewaffnete Manga Figur, die für Kenner an die alte Hack // 2 Sign. Hier ist er wesentlich aktiver, redet gerne und hat keine Furcht vor Interaktionen mit anderen Individuen.

Bio:

Ho, hier mal eine kleine Zusammenfassung meines Lebens, für die paar Chummer die sich dafür interessieren. Eigentlich hat das alle man ganz normal begonnen, ich wurde im Mai 2049 in einem Krankenhaus in Seattle Downtown geboren. Meine Eltern waren Konzernmitarbeiter, ich meine nix besonderes, keine Execs eines AAA oder sowas, sondern vielmehr ganz normale mittelständige Lohnsklaven, die in einem Wohnblock in Downtown lebten und ein sogenanntes geregeltes Leben hatten. Ich für meinen Teil war, soweit man das sagen kann, ein ganz normales Kind. Wie viele andere lernte ich bereits früh die Matrix kennen und lernte mich darin auszukennen. Das übliche, Hausaufgaben über die Matrix erledigen, Chats und Foren täglich ablaufen und virtuelle Treffen mit Freunden. In der Schule lernten wir wie man Drohnen Fernsteuerungen verwendet und die Sensor Phalanx bedient. Ohne es wirklich zu registrieren begab ich mich mehr und mehr in die Matrix und verlor zunehmend das Interesse an der „Realen“ Welt. Alles konnte über die Matrix erledigt werden, selbst die Schule konnte mit einer Genehmigung über die Matrix besucht werden und so kam es, dass ich mich fühlte, als wäre ich auf das wirklich leben nicht mehr angewiesen. Nun, wie es so ist, wenn man den Großteil seiner Zeit virtuell verbringt, versucht man auch hin und wieder hinter die Kulissen der so schön Designten Oberflächen zu schauen um zu sehen, was es da noch gibt, außer den Icons die man als Otto Normalverbraucher zu sehen hat. Als Hacken kann man das wohl kaum bezeichnen, man einen Realitätsfilter über nen Host zu jagen, das Ganze dann mal mit einem Analyse auf den Kopf zu stellen um endlich mal alle Icons auf einem Host sehen zu können. Wohl eher Anfängerglück dabei kein ICE aufzuschrecken und den Arsch voll zu bekommen.

Das alles war ja auch ganz witzig, ein paar Kumpels und ich hatten sowas wie eine kleine Matrix Gang und versuchten uns hin und wieder darin mal in ein System reinzuschauen, dass uns nichts anging und schnell wieder zu verschwinden. Eines Tages kam Juan mit einem neuen Interface an und prahlte mit seinem neuen Icon, das richtig fett Designt war und durch sein neues Heißes Interface richtig gut hochauflösend war. Naja, ich will nicht sagen, dass wir nicht alle ein bisschen neidisch waren, aber als er uns erzählt hat, was man anstellen muss um ein Interface so zu manipulieren, waren wir auch ein bisschen skeptisch. Aber wie sollte es auch anders kommen, das nächste System das wir besuchten hatte auch gleich eine schöne Überraschung für uns parat und packte Juan in eine Biofeedbackschleife uns schmolz langsam sein Hirn dahin. Keine von uns hatte die Mittel um sich einem Schwarzen ICE zu stellen und wir mussten den Rückzug antreten. Kaum eine Stunde später stand Knight Errant vor der Tür um meinen Eltern mitzuteilen was wir da angestellt hatten. Ich brauch wohl keinem zu erzählen was da los war. Wie ich später herausgefunden hatte, haben sie Juan wohl in der Matrix gefoltert und ihn erst wieder aus der Biofeedbackschleife raus gelassen, als er all seine Komplizen verraten hatte. Ich konnte es ihm nicht mal wirklich übel nehmen, wer weis wie ich beim ersten Mal reagiert hätte. Nach diesem Vorfall hat sich unsere Gruppe Zerschlagen und wir sind uns nur noch gelegentlich in der Matrix begegnet. Ein großes Nachspiel hatte der Zwischenfall zum Glück nicht, da wir nicht einmal vorhatten irgendwelche Daten mitgehen zu lassen, somit beschränkte sich das Ganze auf unbefugtes betreten, was bei einem Haufen minderjähriger nicht ganz so hohe Strafen nach sich zog. Diese Aktion veranlasste meine Eltern dazu mir einen Digitalen Wächter auf den Hals zu hetzen, der die Legalität meiner Matrix Aktivitäten kontrollieren sollte. Ein verdammt hartnäckiges kleines Scheißprogramm, das nichts besseres zu tun hatte, als meinen gesamten Datenverkehr zu überwachen und auch noch zu filtern. Allerdings war der Hacker dahinter etwas zu gut für meine Verhältnisse und ich hatte keine Wahl als mich den Wünschen meiner Eltern zu beugen.
Die Zeit danach war ziemlich Ereignislos, da ich ja nicht mal 2 mm links oder rechts vom weg abkommen konnte ohne das mich diese Scheißprogramm verraten hätte.

Der Crash 2.0 war, wie für sehr viele Metamenschen, ein mächtig einschneidendes Erlebnis. Meine Eltern wurden in der Matrix gefangen und liegen noch bis heute im Koma. Auch ich wurde in der Matrix gefangen und erlitt einige unschöne Feedbacks. Die Bilder die ich dort gesehen habe verfolgen mich bis heute, alles, wirklich alles war wie eine verdrehte virtuelle Realität, Stromstöße durchschlugen meinen Körper und brachten mein Hirn zum kochen. Personen, selbst mit kaltem SIM, wurden vom zerfließendem Code mitgerissen und im Äther des endlosen Chaos gefangen. Viele von denen, die ich damals gesehen habe, sind nie wieder zurückgekehrt.

Einige Tage später, zurück im Wahnsinn der Realität, mit Kopfschmerzen die Wochen zu dauern schienen, erkannte ich das die Welt nicht mehr das war was man kannte. Keine Matrix mehr, die Wirtschaft bis auf die Grundmauern zerbrochen. Meine Existenz wurde ausgelöscht, keine Unterlagen, keinen Hinweis darauf, dass ich je existiert hätte. Das Krankenhaus in dem ich mich befand war so überlaufen, dass es niemand merkte und wohl auch niemanden störte, dass ich einfach weg war. Es dauerte seine Zeit sich an diese neue Welt zu gewöhnen, zwar arbeiteten die Konzerne daran, eine neue Matrix wiederaufzubauen, aber die Zeit dazwischen war richtig hart. Da ich ja jetzt keine Möglichkeit mehr hatte, mich auf das Einkommen meiner Eltern zu verlassen, musste ich mich selbst versorgen und mit kleineren Jobs über Wasser zu halten. In dieser Zeit lernte ich Promo kennen, er hatte sowas ähnliches wie ein Dach überm Kopf für mich und hatte hin und wieder etwas Arbeit für jemanden der sich mit Hardware auskannte. Er machte sein Geld als Tech Schieber und arbeitete mit einigen Warez Groups zusammen, die sich nach dem Crash wieder aufbauten um schon in den Anfängen der neuen Matrix wieder ihre eigenen Nischen bauten.
Als die ersten Wireless Systeme ans Netz gingen klauten wir uns einige Frequenzen und Routeten sie über selbstgebastelte Verstärker in die Barrens um auf dort, zumindest für ein paar wenige Bereiche auf das Netz zur Verfügung zu haben. Promo war ganz vorne mit dabei die Matrix Signale in den Barrens mit verfügbar zu machen und hatte sich auf diesem Weg einige Freunde gemacht. Er schickte mich immer wieder zu den Warez Jungs um neue Updates zu besorgen und um Verhandlungen zu führen was die Preise und die Konditionen anging, da er sich nie mit denen des Vortages zufrieden geben konnte. Na, das waren noch Zeiten.

Ein gutes Jahr später gab es einen Job in der Matrix zu erledigen, Neo Tokyo hatte neue Algorhythmen für die Wireless Datenübertragung, welche die provisorischen Verbindungen, die wir in den Barrens erstellt hatten, wesentlich verbessern würde. Er vertraute mir den Auftrag an und ich sollte mich zusammen mit einer Connection von ihm um die Sache kümmern, in einen Regierungsrechner einzusteigen und die Quellcodes dort rausholen. Ich traf mich mit dem Typen namens Digimortal um das ganze Ding vorzubereiten. Schon nach wenigen Stunden begann ich zu begreifen, dass dieser Digimortal niemand anderes war als Juan, der Typ, den damals das Schwarze ICE zerlegt hatte. Anscheinend ist er seiner Linie treu geblieben und war immer noch im Geschäft. Das merkte man auch an seiner Erfahrung, da war noch einiges was ich von so einem Kerl lernen konnte, da er mittlerweile ja schon ein paar Jahre in der Hackerszene war. Nach einigen ausführlichen Vorbereitungen wagten wir also den letzten Schritt und stiegen in das System ein, ein unwirkliche, kalte Welt voller Bürokraten und straffen Strukturen. Wir fanden nach kurzer Suche den verborgenen Hintereingang in das Sicherheitssystem zu dem wir die Hoffnungsvollen Zugangscodes hatten. Im hinteren Teil sah das Design nicht viel besser aus, eine Art Archiv, voll mit stur geordneten Informationen in einer Menge, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Unsere Schmökerprogramme suchten sich die Seele aus dem Leib, den gesuchten Quellcode zu finden. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, die wir in diesem System verbrachten, immer in einem Tanz der vorgetäuschten Berechtigungen und dem ICE, das unaufhörlich versuchte unsere Maskerade zu durchbrechen. Da kam die erlösende Meldung „Match“. Digi machte sich daran die Daten herunterzuladen, als das ICE wohl eine ähnliche Erleuchtung hatte und den Systemalarm auslöste. Nach Bruchteilen eine Sekunde wurde der Raum abgeriegelt und eine Armee von ICE wurde auf uns zugelassen. Neben Digimortal erschien wie aus dem nichts ein Agent, er war Designt wie ein Hochschulprofessor dessen Unterkörper sich immer mehr in Nebel darstellt. Der Agent erfasste die Lage sehr schnell, packte uns beide und zog uns nach hinten weg. Meine Auflösung verschlechterte sich schlagartig und ich fühlte mich wie in einem Sog. Ich konnte regelrecht fühlen, wie ich auf dem Host herausgerissen wurde … danach wurde jegliche Sinneswahrnehmung unterdrückt. Unmöglich zu sagen, wie lange ich in diesem Zustand war, aber das Bewusstsein kam wieder. Ich fand mich selbst in einem Raum wieder, direkt neben wir Stand das Icon von Digimortal, der wohl schon länger wieder aktiv war. Das Design an diesem Ort war atemberaubend. Es war eine Darstellung von einem alten Steingebäude, zwar nur grob verputzt, aber jedes Detail wurde in sagenhafter Auflösung dargestellt. Es fühlte sich beinahe Real an, wenn ich mich selbst nicht als mein Icon erkannt hätte, hätte ich niemals vermutet, dass wir noch in der Matrix sind. Die vermoderte Tür war zusammengefallen und von außerhalb kamen Geräusche, Geräusche wie von einem Kampf. Fragen schaute ich Digi an und als dieser wohl gerade zu einer Erklärung ansetzte, wurde der Torbogen von Tentakeln regelrecht aufgerissen. Ich hatte noch nie gesehen, dass ein Icon das Hostdesign derart manipulieren konnte, es sein denn, es war so vorgesehen. Als ich jedoch die Panik im Gesicht meines Begleiters sah, wurde mir klar, dass das wohl nicht so vorgesehen ist. War uns da gegenüberstand war eine Mischung aus einem Riesenkragen und einem bestialisch verzerrtem Raubtier, das nur noch Wahnsinn in den Augen hatte. Wir versuchten mit unseren Angriffsprogrammen das Vieh aus der Tür zu vertreiben um uns einen Fluchtweg zu eröffnen, jedoch ohne erkennbaren Erfolg. Der erste Gegenschlag warf meinen Partner an die hintere Wand des Gebäudes und setzte ihn fast außer Gefecht. Ich rief ihm noch zu er solle sich ausstöpseln, und versuchte meinerseits auf die harte Tour aus diesem Horrortrip rauszukommen, jedoch gelang es mir nicht. Was für eine Hölle, ich konnte mich nicht einmal aus dem System auswerfen und mein Geist war so tief in die Matrix vergraben, dass ich nicht einmal in der Lage war mein Kommlink auszuschalten. Digi war gerade dabei sich wieder aufzurappeln, ich für meinen Teil richtete meine gesamte Aufmerksamkeit darauf dem nächsten Angriff auszuweichen und nicht auch noch von diesem Teil zu Datenpulver verarbeitet zu werden. Ein weiteres Geräusch von außerhalb und etwas Putz, der von der Decke viel. Ich konnte erkennen wie die Aufmerksamkeit der Kreatur sich auf den Außenbereich verlagerte und packte mir Digi um ihn hier rauszubringen. Ich drückte mich mit meinem Kumpel in den Armen an diesem Teil vorbei, das wohl gerade in diesem Moment einen schweren Schlag von oben einstecken musste. Außerhalb von dem Gebäude in dem wir aufgewacht sind konnte ich eine ganze Stadt im selben Design erkennen. Voll von verschiedenen Kreaturen, die gegeneinander zu Kämpfen schienen. Wir waren in der Nähe eines Flusses, der aus reinen Daten zu bestehen schien. Man konnte deutlich erkennen, dass eine Art Virus sich darin zu schaffen machte, grünlich schimmernde schlieren durchzogen das sonst so reine Datenkonstrukt und versuchten es zu korrumpieren. Einige Gebäude brannten und andere waren schon in sich zusammengefallen. Meine Kollege zerrte an mir, da ich bei diesem Überfluss an eindrücken und Informationen völlig vergessen hatten, das immer noch dieses Riesenvieh hinter uns war, auch wenn es zu diesem Zeitpunkt gerade ein anderes Problem zu haben schien, wollten wir trotzdem nicht abwarten ob es nicht doch noch einmal Zeit für uns haben könnte. Er lotste mich zu einem anderen Haus, das wir betraten um dort eine Art Gang vorzufinden, der uns aus diesem Host rausbrachte und uns in einem Host in Seattle wieder raus spuckte.

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A Runners Life 2sign